Schreiben hat mich immer begleitet. Als Kind begann ich, Tagebuch zu schreiben. Nicht jeden Tag. Meistens kam es in Wellen. Dann legte ich es einen Moment weg, vergass, dass ich eins hatte oder verlor es in meiner kindlichen Unordnung.
Wenn ich diese Seiten heute lese, muss ich lachen. Das Gefühl von Erinnerung klopft an und gleichzeitig frage ich mich, wer dieses Kind überhaupt war.
Es scheint, als würden die Gesetzte der Höflichkeit beim Schreiben anders zählen. Ich schreibe Dinge, die man nicht laut aussprechen würde (manchmal spreche ich sie laut aus). Direkt, ungefiltert, ehrlich. Vielleicht ein bisschen frech.
Ursprünglich komme ich aus der Welt der grossen Events. Bankette, Firmenfeiern, Messeauftritte. Ich liebe und kenne diese Welt. Die Hektik, die Menschen, der Moment, wenn alles sitzt. Ich kenne den Stress der HR-Abteilung im Dezember. Die Deadline, die gestern war. Das Give-away, das noch schnell bestellt wurde und nach genau das aussieht.
Heute arbeite ich mit Menschen, die ihren Weg zurück in den Alltag finden. Ich höre zu, beobachte, notiere, schreibe.
Daraus wurde Storycrafted.
Herzlich,
Daniela Brütsch
